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Schutz vor Lawinen

Der Schutz vor Lawinen für die Wintersportler im Skigebiet und entlang der Gletscherstraße hat am Stubaier Gletscher höchste Priorität. Ein erfahrenes Team sorgt den ganzen Winter dafür, diese Sicherheit zu gewährleisten.

Zwei Trupps haben die Lawinensituation am Stubaier Gletscher täglich im Blick: Ein Experten-Gremium kümmert sich um die Skipisten, das andere um die Gletscherstraße. Für eine sichere Anfahrt zeichnet die Gruppe unter der Leitung von Andreas Kindl verantwortlich. Das dreiköpfige Team beobachtet die aktuelle Lage vom ersten bis zum letzten Tag der Saison. 

Schutz für die Straße

entlang der Gletscherstraße sind Sprengungen nur mittels Helikopter möglich. Um diese Tätigkeiten durchzuführen, benötigen die Experten eine eigene Ausbildung. Neben der Route zum Gletscher wird der Schnee immer wieder abgesprengt, auch in kleineren Mengen. „Ab einer Schneemenge von 20 bis 30 Zentimetern werden wir aktiv“, erklärt Kindl. Das Team wartet nicht ab, bis sich sehr viel Schnee angesammelt hat, sondern entleert das Gebiet ständig, um Schäden zu vermeiden. Den Arbeitsalltag der Lawinenkommission gibt die Natur vor: Schneit es, gibt es für die Verantwortlichen keinen freien Tag. Um auf die Niederschlagsmengen und möglichen Sonderwettersituationen vorbereitet zu sein, zieht das Team die Online-Infos des Landes Tirol heran. Hier stehen Wetterdaten und Ähnliches bereit. Wenn sich Kindl als Leiter der Abteilung Straße einloggt, wird seine Nutzung protokolliert. Das garantiert Sicherheit und Transparenz. Zudem sind die Mitglieder auch durch die Berichterstattung in den Medien auf mögliche Wetterkapriolen gefasst. 

Gefahrenquelle Wind

Als Sorgenkind der Lawinenexperten gilt der Wind: Er sorgt für verschärfte Situationen, da der Schnee „eingeblasen“ wird. Auf diese Eigenheiten muss man besonders achten. Der Aufbau der Schneedecke und Erfahrungswerte aus den vergangenen Wintern sind zusätzliche Indikatoren, die Auskunft über die Sicherheitsstufe geben. Sie helfen dem Routinier mit fast 20 Jahren Erfahrung und seiner Mannschaft bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe weiter. Immer wieder gibt es auch „Zweiflertage“: So nennt der Leiter der Lawinenkommission Straße die Situationen, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist und ständig überprüft, ob sich der Schnee und die Schneedecke verändert. Dann werden mit dem Hubschrauber nicht nur Sprengungen durchgeführt, sondern Sichtungen gemacht. Geöffnet wird die Straße nur bei absolut sicheren Bedingungen. 

Sicherheit auf der Piste

Das zweite Team der Stubaier Gletscher-Lawinenkommission entscheidet darüber, welche Pisten im Skigebiet gefahrlos befahrbar sind. Ihr Arbeitsalltag wird ebenfalls von Wind und Wetter bestimmt: Bei Sonnenschein beginnt ein typischer Tag der Profis damit, dass die Pisten abgefahren und begutachtet werden. Wenn es schneit und der Wind bläst, kommt das Gremium zusammen, um entscheidende Fragen zu erörtern: Welche Pisten können geöffnet werden? Welche Bereiche muss man absprengen? Sprengung von Hand, per Hubschrauber oder vom Büro aus gesprengt werden kann auf der Piste –anders als auf der Straße – auf drei verschiedene Arten: mittels Hubschrauber, über Sprengtürme vom Büro aus oder via Handsprengung.


Letztere führt das Team gefahrlos oberhalb des Lawinengebiets aus. Das Einfahren in das Gebiet bleibt den Verantwortlichen erspart. Eine Sprengladung mit etwa drei Kilogramm wird über ein Band gesichert im Hang eingebracht. Die Sicherung ist notwendig, um die Ladung zurückholen zu können, falls sie nicht detoniert. Etwa zwei bis zweieinhalb Minuten nach Anbringung erfolgt die Sprengung und das Gebiet entleert sich. Erst nach der erfolgreichen Sprengung fällt die Entscheidung, ob das Areal wieder freigegeben wird. Wenn eine Sprengung nicht möglich ist –auch nicht über den Hubschrauber, da kein Flugwetter herrscht – dann muss abgewartet werden, bis sich die Lawine von selbst löst. Erst dann besteht keine Gefahr mehr.

Entscheidung im Kollektiv

Das Gremium, das über die Sicherheit der Pisten am Stubaier Gletscher wacht, besteht aus fünf Mitgliedern: Vier kommen von der Lawinenkommission, ein Mitglied ist ein externer Skilehrer. Jedes der Mitglieder ist befugt, einen Hang zu sperren, wenn er eine Gefahrensituation ausmacht.

„Um ein Gebiet wieder freizugeben, braucht man aber einen einstimmigen Beschluss, sonst bleibt der Hang zu“, erklärt Walter Müller, Leiter der Lawinenkommission und Pistenchef am Stubaier Gletscher. Seit 30 Jahren übt er seinen Beruf aus. Diskussionen über gesperrte Pisten gibt es nie: „Wenn wir eine Abfahrt sperren, dann ist das so.“

Eigentlich sind die Entscheidungen der Gremien nur eine Empfehlung für den Geschäftsführer und den Betriebsleiter der Stubaier Gletscherbahnen. Diese vertrauen den Experten jedoch völlig. Zudem werden alle Entscheidungen protokolliert und weitergegeben, um transparent arbeiten zu können. Die Mitglieder der Lawinenkommission tragen eine hohe Verantwortung. Sicherheit geht am Stubaier Gletscher immer vor. Ein Restrisiko würde immer bleiben, schon alleine deshalb, weil man das Verhalten der Wintersportler nicht abschätzen könne. „Wir versuchen alles, um die Sicherheit zu gewährleisten“, so Kindl.

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